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The Eyes Of A Traitor

Storie von: arne, am 22.02.2009 ]

Das Potenzial der extrem-modernen Metal-Szene Großbritanniens scheint unerschöpflich. In regelmäßigen Abständen stellen sich junge Newcomer vor, die unglaublich tight und ideenreich aufspielen. Es liegt dann allein an den Musikern, den positiven ersten Eindruck zu bestätigen und nachzulegen. Die seit zweieinhalb Jahren bestehenden THE EYES OF A TRAITOR schicken sich mit ihrem Debüt „A Clear Perception“ an, den Sprung über den Kanal zu schaffen, zumal das Quintett im März als Support der Listenable-Kollegen von Gojira unterwegs sein wird.

 
„Dadurch, das wir in unserem Sound verschiedene Metal-Spielarten zusammen bringen, ist die potenzielle Hörerschaft für unsere Stücke automatisch breit.“, fasst es Gitarrist Steve im Gespräch zusammen. „Das trägt bisweilen komische Früchte, wenn uns Journalisten oder Fans in komplett gegensätzlichen Genres verorten. Doch es freut uns, dass sich die Leute überhaupt mit uns beschäftigen. So lange man sich als Musiker nicht festfährt und all seine Ideen im ersten Schritt wenigstens umzusetzen versucht, kann im Grunde nichts schief gehen. Die Breite unserer Einflüsse sorgt dafür, dass unsere Stücke variabel ausfallen und jeder Metal-Fan etwas mit uns anfangen kann.“ Obwohl es „A Clear Perception“ nicht preisgibt, prallen im Gefüge von THE EYES OF A TRAITOR musikalische Welten aufeinander: „Jeder von uns hört unterschiedliche Sachen. Unser Drummer ist beispielsweise mehr in Richtung Funk und Jazz orientiert, während ich selbst lieber extreme Sachen wie Necrophagist, Beneath The Massacre etc. höre. Wenn diese beiden Vorlieben zusammen kommen, gibt das meinem Gitarrenspiel einen gewissen Twist, der es nicht allein nach Metal klingen lässt. Das zieht sich durch das gesamte Album. Darüber hinaus sind die Songs unseres Debüts über den Zeitraum eines ganzen Jahres entstanden, wobei wir kontinuierlich getourt sind und alle Stücke sofort auch live ausprobiert haben. Deshalb setzen sich die Tracks teils deutlich voneinander ab, was prima mit unserem Anspruch korrespondiert, unseren Stil interessant zu halten und Wiederholungen zu vermeiden.“

Die Jungs aus Hertfordshire geben sich konsequent Stil-übergreifend und in ihrem Songwriting anspruchsvoll. Im Ergebnis stehen brutale und stimmig arrangierte Smasher zwischen Death- und MetalCore, die mitreißen. THE EYES OF TRAITOR nehmen das gesteigerte Interesse an ihrer Band zur Kenntnis, bleiben jedoch auf dem Teppich: „Unsere Ansprüche und Ziele sind schnell gewachsen, auch wenn


sie am Anfang sehr überschaubar und bescheiden waren.“, so Steve. „Der erste wichtige Schritt für uns war es, einige lokale Shows zu spielen und kreativ zu sein. Mehr wollten wir gar nicht, doch dann haben sich die Ereignisse überschlagen. Nun sind wir auf einem französischen Label gesignt, veröffentlichen ein erstes Album und gehen mit Gojira auf Tour. Auf das, was wir bislang erreicht haben, sind wir unglaublich stolz, dabei geht es gerade erst richtig los. Wir sind zu allen Schandtaten bereit und nehmen, was kommt.“ Jedoch nicht bis zur letzten Konsequenz, denn Steve & Co. wollen noch möglichst lange mit der Band aktiv sein: „Während es uns anfangs ausschließlich um den Respekt und die Anerkennung unserer Freunde und der Musiker der lokalen Szene ging, haben wir inzwischen schon mit dem Gedanken gespielt, es zu versuchen, von der Band zu leben. Wir wollen unsere Songs mit möglichst vielen Leuten teilen und unterwegs sein. Ehrlicherweise rechnen wir jedoch nicht damit, unseren Lebensunterhalt mit THE EYES OF A TRAITOR zu bestreiten. Und doch sind wir gespannt, welche Möglichkeiten sich unser Gruppe noch bieten werden.“

Die anstehende Tour mit Gojira ist dabei zunächst Aufgabe genug: „Bislang sind wir ausschließlich auf vertrautem Terrain unterwegs gewesen und haben vor Leuten gespielt, die uns vom Start an kennen. Insofern hatten wir bislang nur Heimspiele. Der erste richtige Bewährungstest wird die Tour im März, auf der wir uns beweisen und Konstanz auf der Bühne zeigen müssen. Es wird eine Herausforderung sein, vor Leuten zu spielen, die uns bislang weder kennen noch mit unserer modernen Metal-Interpreation etwas anfangen können. Ich denke aber nicht, dass wir uns davon beeindrucken lassen werden. Auf Tour feiern wir niemals zu lange Party und sehen zu, dass wir ausreichend Schlaf gekommen. Dadurch können wir auf der Bühne stets unser Bestes geben und die Leute von unseren Qualitäten überzeugen.“

 
 Links:
  myspace.com/theeyesofatraitor
 
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