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The Destiny Program

Storie von: arne, am 14.07.2007 ]

THE DESTINY PROGRAM (ehemals Destiny) melden sich nach drei Jahren ohne neues Release mit einem Paukenschlag in der Metal- Hardcore- Szene zurück. Waren sie jemals weg? Ihr Nuclear Blast-Einstand “Subversive Blueprint” setzt haargenau dort an, wo “The Tracy Chapter“ (Lifeforce) endete.

 
Die vier Husumer treten mit einem kraftvoll-moshigen „Kompromiss“ aus Eingängigkeit und Brutalität an und scheren sich keinen Deut um Szenegrenzen oder Konventionen. Erlaubt ist, was gefällt und die kraftvolle Mixtur aus Melodie und Härte weiter steigert: „Unsere Einflüsse liegen weit gestreut.“ klärt Shouter Johannes Formella auf: „Die Wurzeln sind definitiv im Hardcore, doch wir lassen auch alles Mögliche von Rock, Alternative oder Metal mit einfließen. So sind die Deftones für uns schon länger eine wichtige Inspirationsquelle. Doch auch Bands wir Tool, Turmoil oder Refused wecken bei uns Kreativität.“

Was gerade auf dem dritten Album des Quartetts offenbar wird: „Unsere musikalischen Einflüsse haben sich mit die Zeit ein wenig geändert, aber wir haben auch kleinere Experimente gewagt. Die Grundstimmung der neuen Songs ist zweifellos wütender, doch gleichfalls auch nachvollziehbarer. “The Tracy Chapter“ hatte eine sehr depressive Stimmung, wohingegen “Subversive Blueprint” lebensbejahender gestimmt klingt. Nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit Anders Friden (In Flames) und Daniel Bergstrand hat der Platte einen etwas anderen Sound gegeben.“

Auf der textlichen Ebene sind ebenfalls Veränderungen zu verzeichnen. Das Drittwerk von THE DESTINY PROGRAM geht deutlich persönlicher angelegt mit dem Subtitel “The 12-Point Program To Self Revolution“ an den Start: „Wir erzählen sehr viel, und wenn man sich mit den Texten auseinandersetzt, dann bekommt man eine gute Vorstellung davon, was wir versucht haben, auszudrücken. Der Untertitel soll aber keine Versprechung darstellen. Es geht darum, dass die Veränderung in uns selbst beginnt. Wir treffen die Entscheidungen, die unser Leben bestimmen. Der Untertitel spiegelt auch ein wenig Selbstironie wider und beschreibt unseren persönlichen Werdegang bis zu dem Punkt, an dem wir uns gerade befinden. Die Platte


ist von vorne bis hinten so aufgebaut. Aktuelle Gefühle und Themen, die einen beschäftigen.“

Trotz aller Brachialität und Verspieltheit sind auf dem Album der Norddeutschen erneut Unmengen an eingängigen Refrains, wiedererkennbaren Leads und markanten Hooks zu finden. Kein Zufall, wie Shouter Johannes bestätigt: „Für uns selbst sind das die wichtigsten Punkte unserer Musik. Ich höre mir zwar auch hin und wieder Bands an, die nicht so eingängig sind, aber für die eigenen Songs setze ich da schon andere Maßstäbe. Cleanes Singen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Das war auf der ersten Platte noch nicht so stark ausgeprägt, und auch auf “The Tracy Chapter“ war der Gesang eher rar. Der Wiedererkennungswert ist eine enorm wichtige Sache. Natürlich hört man immer gerne, wenn einem gesagt wird: „Das ist 100% DESTINY.“

Und doch gestaltet sich “Subversive Blueprint“ als durchaus komplexe Platte, der man zweifellos Zeit widmen muss: „Mir geht es so, dass viele Alben, die mir beim ersten Hören sofort hängen bleiben, sehr schnell langweilig werden. Eine CD, die etwas Zeit braucht, um zu gefallen, wächst mir irgendwann ans Herz. Daher hoffe ich natürlich, dass es vielen Leuten bei unserem “Subversive Blueprint“ genau so geht.“

Zeit zu investieren lohnt sich bei THE DESTINY PROGRAM in jedem Fall und auf den anstehenden Support-Gigs kann die Gruppe endlich wieder mit neuen Songs aufwarten: „Es war sicherlich problematisch, das wir in den letzten Monaten und Jahren allein mit bekanntem Material aufgetreten sind. Die Musikwelt ist sehr kurzlebig. Wenn man zu lange nichts Neues von sich hören lässt, besteht die Gefahr, dass man schlichtweg vergessen wird. Glücklicherweise gibt es immer noch Leute, die uns hören wollen. Vor allem für sie freuen wir uns, jetzt ein Dutzend neuer Tracks im Gepäck zu haben. Da fällt uns natürlich ein Stein vom Herzen.“

 
 Links:
  destinyonair.com
 
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