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Aborted

Storie von: arne, am 29.05.2020 ]

EP! DER TOD! HUZZAH! Anlässlich ihres 25-jährigen Band-Jubiläums legen die Extrem-Metaller ABORTED mit „La Grande Mascarade“ drei neue Stücke auf. Zwischen Death Metal und Grindcore geht es gewohnt rabiat und bedrohlich zu. Nicht anders will man das 1995 gegründete Quintett hören.

 
„Ich glaube nicht, dass es einfacher ist“, erwidert Frontmann Sven „Svencho“ de Caluwe auf die Frage, ob bzw. inwieweit sich das Songwriting zwischen Album und EP unterscheidet. „Man hat ja nur diese paar Lieder, um zu zeigen, dass man es draufhat. Also müssen die Stücke killermäßig sein. Es darf kein Füllmaterial geben. Vor allem, wenn man versucht, eine Botschaft zu vermitteln. Was die Ziele betrifft, wollten wir einfach eine Veröffentlichung vor dem nächsten Album haben. 2020 ist unser 25. Jahr als Band, also wollten wir den Fans zu diesem Anlass etwas bieten. Was gibt es Besseres, als neue Musik? Seit der Veröffentlichung von „TerrorVision“ sind schon zwei Jahre vergangen. Wir arbeiten bereits am nächsten Album, aber da das noch eine Weile entfernt ist, bitte sehr! EP! Der Tod! Huzzah!“

Der Titel „La Grande Mascarade“ scheint für ein ABORTED-Release wie geschaffen, ist aber nicht nur eindimensional auszulegen: „Dies ist für mich eine sehr persönliche Veröffentlichung und dient einem kathartischen Zweck“, so Svencho. „Ich habe eine Menge Dinge auf meine eigene Art und Weise zutage gefördert. Der Titel spricht aber auch für vieles, was richtig läuft, so dass alles ein großer Zufall oder Masterplan sein könnte. Wer weiß, vielleicht bin ich ja so schlau? Die traurige Tatsache ist, dass viele Dinge gegenwärtig eine riesige Farce sind und wir alle darin schwelgen.“

Musikalisch geht es einmal mehr brutal und heftig zu: „Ich glaube, den Leuten gehen die


Superlative oder Adjektive aus, um die Dinge zu beschreiben“, mutmaßt der Shouter darauf angesprochen, wie unterschiedlich ABORTED in den Weiten des Internet beschrieben werden. „Deshalb haben wir uns für „in über 900 Ländern verboten“ oder „tödlicher als der Corona-Virus“ entschieden, aber, oh Scheiße, zu früh. Ich glaube, wir setzen einfach auf sehr extreme Musik mit einem passenden visuellen Inhalt. Wir lieben Horrorfilme, aber ehrlich gesagt, wenn man uns trifft, sind wir ungefähr so gefährlich wie die Besatzung des „Love Boats“. Seiner Linie bleibt der Belgier treu:

„Meine Ansichten haben sich über die Jahre nicht verändert, auch wenn ich insgesamt ruhiger und seltener wütend bin. Ich schätze, ich werde älter. Das hängt auch damit zusammen, dass wir an einem guten Ort sind und es Band-intern seit 2012 großartig läuft. Es macht einfach Spaß, zusammen zu arbeiten und abzuhängen. Wir genießen jede Tour und sind in jeder Hinsicht als Freunde füreinander da – bis hin zum Spielen von brutalem Death Metal.“ Gemeinsam erleben ABORTED demnächst eine Premiere, auf die sich Svencho besonders freut – eine Tour mit NAPALM DEATH: „Auf jeden Fall! Es ist das erste Mal, dass wir mit ihnen unterwegs sein können. Ich bin richtig aufgeregt, weil ich während all ihrer Perioden ein großer Fan war. Ich kann es kaum erwarten, sie jeden Abend spielen zu sehen, diesen fantastischen britischen Sarkasmus zu genießen und ein paar Brexit-Witze in ihre Richtung zu werfen.“

 
 Links:
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