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The Word Alive

Storie von: arne, am 13.04.2016 ]

Mit „Dark Matter“ gelingt dem Quintett aus Phoenix der Sprung aus der Szene-Enge. Das vierte Album von THE WORD ALIVE ist breit angelegt und umfasst Elemente aus dem Post-Hardcore, Heavy-Rock, Punk und MetalCore. Die Songs sind als dynamisch, gerade heraus und eingängig zu kennzeichnen. Nebenbei ist ihr Hit-Potenzial immens.

 
„Dieses Mal sind nicht nur Stücke entstanden, die wir lieben und live spielen wollen, sondern sogar solche, die wir auch denn gerne hören würden, wenn sie nicht von uns wären,“ erzählt der Sänger Tyler „Telle“ Smith. „Wir haben nie bewusst ein bestimmtes Genre angepeilt und deshalb im kreativen Bereich alle Freiheiten. Ich wünsche es mir, dass es noch mehr Menschen gibt, die es gut heißen, wenn Bands tun, wonach ihnen ist und sich nicht einseitig auf einen Stil festlegen. Zu viele Hörer richten eigene Erwartungen an Gruppen und sind enttäuscht, wenn sie etwas anderes tun. Dabei sollte sich jeder Hörer aufgeschlossen mit dem beschäftigen, was Bands, die sie mögen, erschaffen. Wir fühlen uns jedenfalls nicht limitiert oder eingeschränkt. Deshalb vermeiden wir es, unseren Sound einem bestimmten Genre zuzuordnen. MetalCore, mit dem wir häufig belegt werden, ist eine kleine Sparte, wenn man sie im Kontext der grenzenlosen musikalischen Möglichkeiten sieht. Bei uns gibt es Passagen und Songs, die dem MetalCore zuzurechnen sind, jedoch weitaus mehr, die es nicht sind.“

Besonders deutlich wird das auf „Dark Matter“, auf dem sich THE WORD ALIVE variantenreich und stilistisch breit präsentieren: „Einen definierten Plan oder ein Konzept, das wir abarbeiten könnten, gibt es nicht,“ so Telle. „Das lebendige Songwriting ist der Ausdruck unserer Spielfreude und Leidenschaft, mit der wir zugange sind. Die Güte der neuen Stücke haben wir daran abgeprüft, ob wir sie in den kommenden Monaten live spielen wollen. Das ist der entscheidende Gradmesser. Die Platte spiegelt deutlich wider, was wir in der letzten Zeit dazu gelernt haben.“ In dieser Hinsicht ist das Selbstbild der Band interessant, das der Sänger wie folgt beschreibt: „Unserem Verständnis nach sind wir reisende


Entertainer. Und dabei spreche ich noch nicht einmal davon, dass wir landläufig bekannt und erfolgreich sind. Doch wir sind gewillt, unser Publikum zu finden und zu unterhalten. In diesem Streben lassen wir nicht nach, weil wir davon überzeugt sind, dass uns das Beste noch bevor steht.“

Tyler Smith leitet das von dem ab, was er sieht und hört: „Mir gefällt es, dass es keine einheitliche Reaktion auf unser Spiel gibt. Auf unseren Konzerten ist das gut zu beobachten. Es gibt Leute, die überschwänglich und begeistert sind. Andere werden traurig oder aggressiv, wenn sie unsere Songs hören. Die Konzerte nutzen sie als Gelegenheit, Emotionen zu verarbeiten oder Dampf abzulassen. Egal, was einen bewegt oder woher man kommt: unsere Musik bietet jedem einen Platz, mit sich wieder ins Reine zu gelangen. Es erfüllt uns mit Stolz, dass wir die Leute im Innersten erreichen.“ Die Musiker selbst erleben ihre Band ebenfalls intensiv:

„Seit wir als THE WORD ALIVE gestartet sind, haben wir viel gesehen und erlebt. Das hat seine Spuren hinterlassen. Wir sind als Musiker und Menschen gereift und nicht mehr die Typen, die die Gruppe einst gegründet haben. Es ist so unglaublich viel passiert. Anfangs haben wir alles in uns aufgesaugt und jede Chance wahrgenommen, die sich geboten hat. Mit der Zeit lernten wir, dass nicht alles auf einmal funktioniert und wir unsere Kräfte einteilen müssen, um nicht zu verbrennen. Diesen Lernprozess durchläuft man zwangsläufig. Keine Gruppe weiß am Anfang ihrer Karriere, wer sie ist und wie sie die Dinge angehen muss. Wir haben vier personelle Wechsel und vier Alben benötigt, um zu dem Punkt zu gelangen, an dem sich eine Besetzung gefunden hat, die mit derselben Einstellung und vergleichbaren Vorstellungen unterwegs ist.“

 
 Links:
  facebook.com/thewordalive
 
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