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The Uprising

Storie von: arne, am 20.07.2013 ]

Mit „Fear The Truth“ legt die Melo-Death-Kapelle THE UPRISING ihr Debüt vor. Die Schweizer präsentieren sich als schwergewichtig agierende Gruppe, die gerne im MidTempo wuchtet und zwischendurch immer wieder das Gaspedal durchtritt oder melodische Atmosphäre aufbaut. Die Mischung stimmt, wobei NeoThrash-Zitate und dosierte Core-Elemente den Metal-Sound des Quintetts abrunden. Bis 2007 war die Band unter anderem Namen aktiv. Aufgrund personeller Wechsel und Missverständnissen entschloss man sich zur Umbenennung.

 
„Durch den Namen Bleeding Hate wurden wir mit der rechtsextremen Szene in Verbindung gebracht. Dem wollten wir ein Ende setzen. Im Leben muss man viele Rückschläge einstecken. Man muss immer wieder aufstehen. THE UPRISING soll einen Bezug dazu darstellen, denn auch in unseren Texten werden solche Lebenssituationen beschrieben.“ Die Veröffentlichung des Longplayers begann mit einer Schrecksekunde. Der Pub, in dem die Release-Show stattfinden soll, wurde kurz vorher dichtgemacht, doch auch dafür fanden die Eidgenossen eine Lösung:

„Von der Schließung des Lokals haben wir uns nicht beeindrucken lassen. Wie konnten uns im riesigen Proberaum von Asaviga austoben, bei denen wir uns dafür noch einmal bedanken möchten. Nach den bisherigen CD-Verkäufen dürfen wir sagen, dass „Fear The Truth“ gut gestartet ist. Die Rückmeldungen der Käufer sowie die Reviews in den Metal-Magazinen waren durchweg positiv.“ Die Initiative des Quintetts zahlt sich demnach aus, denn ihr Debüt legen THE UPRISING in Eigenregie vor. Aus diesem Grund hat der erste Longplayer auch auf sich warten lassen: „Die Motivation war stets vorhanden und der Drang zur CD-Produktion groß. Aus finanziellen Gründen war es uns aber nicht möglich, eine richtige Produktion zu bezahlen. Über die Jahre haben aber einige Demos das Licht der Welt erblickt.“

Die Musiker nutzten die Zeit, ihren Sound zu entwickeln und den Vollzeit-Einstand von langer Hand vorzubereiten: „Unseren Anfang fanden wir im Melodic-Thrash mit Einflüssen aus dem Death Metal. Wir haben uns weiterentwickelt und durch die fortwährende Entwicklung der gesamten Metal-Szene immer wieder neue Einflüsse gefunden. Nicht zuletzt mit dem Einstieg unseres Sängers Andi fassen wir nun zunehmend im melodischen Death Metal Fuß.“



Dabei wird auf „Fear The Truth“ nicht der Anspruch verfolgt, das Melo-Death-Rad neu zu erfinden. Stattdessen setzen THE UPRISING bauchgesteuert auf erprobte Spielmuster und erschaffen einen homogenen, gut ausbalancierten Longplayer: „Durch die verschiedenen Einflüsse aus dem Thrash-, Core- und Djent-Bereich verleiht es dem eigentlichen Melodic Death Metal eine neue Note, mit der wir uns, so denken wir, auch positiv absetzen und uns in diesem Genre durchsetzen können. Unser Songwriting basiert auf unserem Bauchgefühl, wobei man sagen muss, dass auch Rückmeldungen unserer Freunde Einfluss darauf nehmen. Ebenso ist es uns wichtig, dass unsere Songs eine klare Struktur aufweisen und Wiedererkennungswert besitzen. Die Ideen müssen uns von Anfang an begeistern und dazu treiben, sie gleich fünf, sechs Mal hintereinander zu spielen. Wenn dies der Fall ist, werden die Ideen zu Songs weiter geführt. Wir nehmen alles immer sofort auf, damit nichts verloren geht.“

Die skizzierte Arbeitsweise sorgt dafür, dass die Songs des Debüts unterhalten und auf den Punkt kommen. Das Anliegen der Band ist nachvollziehbar und Zugang zu ihrem intuitiv gespielten Metal findet man schnell. Den nötigen Abstand zur Selbstkritik und Motivation für die Zukunft besitzen THE UPRISING dabei auch:

„Die Veröffentlichung war für uns wie Weihnachten, Geburtstag und Orgasmus zugleich! Für die nächste Produktion werden wir uns aber definitiv mehr Zeit lassen, um wirklich alle Feinheiten zu perfektionieren. Viele neue Songs sind jetzt schon live zu hören und die Ideen für ein zweites Albums oder eine EP sind bereits vorhanden. Konzertmäßig ist für Ende 2013/Anfang 2014 eine kleine Tour in Raum Schweiz-Süddeutschland-Österreich mit Eye On Perdition zu erwarten. Schon vorher versuchen wir, auf einigen Festivals Fuß zu fassen.“

 
 Links:
  theuprisingmetal.com
 
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